Bevor man seine Hündin decken lässt, sollte man folgendes Bedenken!

Als erstes ist es wichtig, das man die Zeit hat und auch die finanziellen Mittel gegeben sind. Die Hündin braucht während der Tragezeit vor allem zum Ende der Trächtigskeitsphase ihre Bezugsperson, da in den darauf folgenden Wochen die Hündin sehr viel Liebe und Geborgenheit benötigt. Genauso wichtig sind natürlich auch die Sachen die man benötigt, damit die Hündin und die Welpen wohlauf sind und bleiben. Dabei handelt es sich in erster Linie um eine Wurfkiste, in der sich die Hündin in voller Länge ausstrecken kann und man als Besitzer in der Wurfphase sich zu seiner Hündin dazu setzen kann. Unsere Wurfkiste hat die Maße 1,20 x 1,20 m. Dies reicht für die Hündin und auch ich als Frauchen kann sich mit hinein setzen. Das ist sehr wichtig, da ich so meiner Hündin die Nähe auch während des Werfens geben kann.

Die Seitenwände haben bei uns eine Höhe von 40 cm und an der vorderen Front einen Einstieg mit einer Höhe von 20 cm. So kann die Hündin gut ein- und aussteigen. Meine Pia hat dies sehr oft getestet.

Wir haben die Wurfkiste mit einem herausnehmbaren Boden (Sperrholz 10 mm stark) gebaut und darunter mit einem Lattenrost (aus Holzleisten) verstärkt, sodass auch alles sicher ist. Das Wichtigste sind die Distanzrahmen im Innenrand. Damit die Welpen eine Möglichkeit haben sich auch mal zu schützen, wenn die Hündin sich an den Rand legt und so sonst die Gefahr des Erdrückens drohen würde. So liegen die Welpen unter dem Rahmen und sind sicher. Auf dem Boden haben wir eine ca. 3 cm dicke Schaumstoffmatte ausgelegt, damit Hündin und dann auch Welpen weich liegen. Darauf wiederum haben wir ein Planbecken gelegt, so das Feuchtigkeit nicht an den Boden kommt und die Sauberkeit gewährleistet ist. Die Hygiene ist sehr wichtig für alle Beteiligten.

Zuguterletzt wird auf die Plane eine zurecht geschnittene dünne Steppdecke und darüber noch eine leichte Fleecedecke draufgelegt. Wichtig ist, das die Decken nicht zu dick sind, da sonst die kleinen Nasen der Welpen unter einem eventuellen Deckenhaufen verschwinden und somit eine Erstickungsgefahr droht. Daher immer darauf achten, das die erste Zeit die Wurfkiste immer aus etwas dünneren Decken besteht. Hat zum einen den Vorteil das man diese schneller waschen kann und natürlich schneller trocken sind. So, nun haben wir die Wurfkiste fertig. Jetzt brauchen wir nur noch ein Nachtlicht und wenn man nicht die ganze Zeit bei der Hündin sein kann oder gar Angst hat das man Hündin und Welpen stört, wäre es sehr wichtig, das man sich eine Überwachungskamera zulegt und diese genau so anbringt, das man die Wurfkiste im Blick hat. So kann man die Hündin in Ruhe mit ihren Kleinen auch mal alleine lassen und sie von etwas weiter weg beobachten. Das gibt auch dem stolzem Muttertier die Ruhe beim säugen, ohne das man da eventuell stört. Ich würde aber jedem raten, die ersten Tage dabei zu bleiben, wenn die Hündin bei ihren Jungen ist. Vor allem bei Erstgebärenden. Die Gefahr das die Hündin in ihrer Unsicherheit einem Welpen verletzt oder gar erdrückt ist sehr hoch. Wenn man an das alles gedacht hat, hat man schon das Wichtigste zusammen. Dann können fast die Welpen das Licht der Welt erblicken.

Was uns sehr wichtig ist, sind die homoöpatischen Mittel welche uns bei der Geburt sehr hilfreich sind. Sicher handhabt das jeder anders und daher können hier genauso wie bei der Wurfkiste Abweichungen entstehen. Ich schreibe hier nur das, was mir und meiner Hündin bei ihrem Wurf hilft und erleichtert. Natürlich habe ich mir auch den einen oder anderen Rat aus meinem Züchterkreis eingeholt.

Nun werde ich mal in einer detaillierten Liste beschreiben ,wie ich für die bevorstehende Geburt vorbereitet bin:

- einen Karton oder gar einen Korb, in den man die frisch geborenen Welpen nach dem säugen hinein legt, wenn die Hündin den nächsten Welpen auf die Welt bringt
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Wärmflaschen (ca. 40° warmes Wasser ) welche in den Korb gelegt werden ,so das die Kleinen nicht frieren, die Wärmflaschen sind natürlich mit einem Tuch  oder einer kleinen Decke abzudecken

- klein geschnittene Handtücher, um die Kleinen abzurubbeln und für das kleine Mäulchen verwende ich Zellstoff
- eine Waage, um das Geburtsgewicht unserer Kleinen gleich festzustellen, dies ist sehr wichtig für die darauf folgenden Tage
- ich verwende auch Krankenunterlagen bei der Geburt, da man diese leicht entsorgen und erneuern kann, Hygiene ist hier das A und O
- Desinfektionsmittel zum säubern der Hände
- Homöophatische Mittel als Unterstützung für die Geburt, die Handhabung ist hierbei sehr unterschiedlich, ich habe zur Sicherheit folgende Mittel da:
 
Secale cornutum und Caulophyllum thalictroides D6
Diese beiden Tropfen sind dafür da, wenn bei der Hündin die Wehen schwächer werden. Damit stößt man diesen wieder an, diese gibt man im Wechsel ¼ stdl. bis zur Geburt des nächsten Welpen. Sollte jedoch nach 2 -3 Stunden kein Welpe geboren werden, dann ist es wichtig, sich mit einem Tierarzt in Verbindung zu setzen.
Cimicfuga D6
Gibt man dann, wenn man sich nicht sicher ist ob alle Welpen auf der Welt sind. Diese Streukügelchen gibt man ½ stdl. insgesamt bis zu 5 mal
Arnica
Gibt man 5 Tage lang nach der Geburt 4x tgl. 7 Streukügelchen gegen Erschöpfung und zur Normalisierung der Geburtswege
Metrovetsan
Gibt man 3 Tage lang, 3x tägl. 6 Tropfen. Diese reinigen die Gebärmutter und die Geburtswege
Dosis Urtica urens D30
Gegen event. Milchmangel sollte man der Hündin geben.
Essigsaure Tonerde
Zur Vorsorge für die Gesäugepflege.


Inwiefern man das eine oder andere benötigt, hängt natürlich von der Hündin und auch von dem Wurf ab. Ich habe mir ein Fachbuch zugelegt, in dem genau geschrieben steht, wie man seiner Hündin und natürlich auch seinen Hunden im Alltag ohne Chemische Mittel in bestimmten Fällen helfen kann. Natürlich sollte man, wenn keine Besserung eintritt, einen Tierarzt konsultieren. Das Fachbuch von H.G. Wolff “Unsere Hunde gesund - durch Homöophatie” ist einfach und verständlich geschrieben worden. Ich möchte nochmal erwähnen, dass alle Homöophatischen Mittel die ich oben aufgelistet habe, für mich als Hilfe für die Geburt dienen. Dies ist somit kein Muss, sondern als gut gemeinter Ratschlag zu verstehen. Dennoch sollte man nie vergessen, das bei größeren Schwierigkeiten, immer der Tierarzt zu kontaktieren ist, da man sonst viel falsch machen kann. Alle Angaben sind ohne Gewähr!!!

Das Wichtigste bei einer Geburt bleibt aber, das man seiner Hündin mit Ruhe und Kraft zur Seite steht. Dann steht dem weiteren Verlauf nichts mehr im Wege und man kann mit seiner Hündin „das Wunder der Natur“ erleben!!!